Was ist ein BIOS?

12 Dez

Das BIOS (Basic Input Output System), stellt das grundlegende Systemprogramm des Computers dar, das auf einem nichtflüchtigen Speicher des Mainboards gespeichert ist und sofort nach dem Start zur Verfügung steht. Das BIOS ist kein Bestandteil des Betriebssystems. Es dient zunächst der Funktionsfähigkeit eines Computers, im Anschluss daran startet es ein Betriebssystem.

Aufgaben des BIOS

Natürlich sind alle einzelnen Teile eines Computer für die Funktion und den unproblematischen Ablauf wichtig. Jedoch kommt hier dem BIOS eine besonders wichtige Stellung zu, denn ohne dieses System würde ein Computer überhaupt nicht starten können. Sobald ein Computer gestartet wird, kommt das BIOS zum Einsatz und übernimmt die Kommunikation zwischen Festplatte, Steckkarten, Laufwerke, Grundeinstellungen des Computers und sonstigen Geräten. Zusätzlich werden neu ermittelte Einstellungen den abgespeicherten Informationen angepasst. Diese Vorgänge sich eigentlich die wichtigsten Aufgaben beim Computerstart. Ohne sie könnte ein PC nicht gestartet werden.

Der erste und der zweite Teil des BIOS

Das BIOS ist untergliedert in zwei Teile. Im ersten Teil befindet sich ein Programm, das nach dem Einschalten des Computers gestartet wird und maßgebliche Komponenten der Hardware initialisiert und kontrolliert. Diese Kontrolle wird auch als POST (Power-On-Self-Test) bezeichnet. Sollten Probleme oder Fehler auftauchen, werden Fehlermeldungen angezeigt, die in vielen Fällen über die Hardware-Monitorfunktion im BIOS eingestellt oder angeordnet werden können. Diese Meldungen von Fehlern können sowohl akustisch (Beep Code), als auch visuell sein. Die für jeden Computer verschiedene BIOS-Konfigurationseinstellungen werden im CMOS-RAM (Speicher auf dem Mainboard, auf welchem Daten auch beim Ausschalten nicht verloren gehen) abgelegt und bei jedem Neustart des Computers wieder neu ausgewertet. Nach Beendigung der Tests und Initialisierung wird der erste Sektor eines bootfähigen Speichers, dies ist im Normalfall eine Festplatte, vom BIOS gesucht. Daraufhin wird die Kontrolle vom BIOS an das Betriebssystem weitergegeben.
Den zweiten Teil des BIOS stellen elementare Softwareroutinen dar. Diese können die gemeinsame Arbeit zwischen Prozessor und anderen Einzelteilen des Computers auf niedrigster Ebene abwickeln. Auf diese Routinen können das Betriebssystem und auch Anwendungsprogramme zugreifen. Bei alten Betriebssystemen, wie DOS, war dies noch üblich. Neuere und modernere Betriebssysteme, wie Windows oder Linux, verwenden jedoch praktisch für jede Aufgabe einen eigenen und optimierten Treiber oder eine Routine. Diese Routinen des BIOS sind also bei neuen Computern nur noch während des Boot Vorgangs von Bedeutung. Die Taktungsparameter für den Prozessor werden allerdings immer noch vom BIOS konfiguriert und bestimmt. Dies gilt zudem auch für den Arbeitsspeicher.

Einstellungen und Aktualisierung des BIOS

In kleinem Rahmen kann man auch auf das BIOS zugreifen, um zum Beispiel Änderungen durchzuführen. Allerdings setzen solche Zugriffe und Änderungen gewissen Erfahrungen und Kenntnisse in der Computer Technik voraus. Genauso wie bei allen Treibern und Anwendungen, sollte auch das BIOS immer auf den neuesten Stand gebracht werden, da es immer wieder technische Neuerungen gibt. Hierzu finden sich unzählige Hilfsprogramme im Internet, die für ein Update des BIOS geeignet sind. Zur Sicherheit werden hier sämtliche Einstellungen geprüft und über ein Back-up abgesichert. Notfalls besteht dann die Möglichkeit, das BIOS wieder in seine Ursprungsform zurückzusetzten.

Bildquelle: 2006 Fotos von Fotostudio Pfluegl

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