Linux – wie alles begann

12 Dez

Linux durchlebte eine Entwicklung, die Linux Torvalds, Vater des Betriebssystems, sich vor 20 Jahren nicht vorstellen konnte. Heute genießt Linux hohes Ansehen bei Anwendern, die unter Wert auf Leistung und Stabilität legen.

Von einer Terminalemulation zu einem Betriebssystem

Die Geschichte von Linux begann 1991. Linus Torvalds, ein damaliger Student der Technischen Universität in Helsinki, begann eine Terminalemulation zu entwickeln, um auf die UNIX-Server seiner Universität zugreifen zu können. Diese baute er nach und nach aus, bis er schließlich feststellte, dass das, was er entwickelt hatte, einem Betriebssystem glich. Torvalds kündigte sein System noch im selben Jahr, am 25. August, in einem Usenet Posting an. Usenet ist ein Netzwerk für die Nutzer des Mehrbenutzer-Betriebssystems UNIX. In diesem erkundigte er sich sogleich bei den Usern, was sie an Minix – ein freies Betriebssystem das sich nach Verhaltensweisen von UNIX richtet – mochten oder was sie an Verbesserungsvorschlägen hatten, um gegebenenfalls diese in das eigene System zu implementieren. Jedoch betonte er auch in seiner Nachricht, dass dies nur ein Hobby sei und demnach weder groß, noch professionell werden würde. Linus taufte sein Projekt auf den Namen Freax, was sich aus Freak und Free zusammensetzte, sowie das x enthalten sollte, was auch in Unix vorhanden ist. Ein Monat später, im September, sollte das System auf den FTP-Server der Universität hochgeladen werden, um so anderen zu ermöglichen, an seinem Projekt mitzuarbeiten. Doch stieß der Name bei dem damaligen Verantwortlichen des Servers der Universität auf Ablehnung. Ohne dies mit Linus abzuklären, benannte er dieses um in den heutigen Namen: Linux. Um Diskussionen über den Namen zu vermeiden, stimmte Torvalds diesem schließlich zu.

Merkmale, die Linux besonders machen

Eines der wohl wichtigsten Merkmale ist, dass Linux ein Mehrbenutzer-System darstellt. Mehrbenutzer-Betriebssysteme ermöglichen den Zugriff mehrerer Personen auf einen Server, ohne das weitere Lizenzen notwendig werden. Diese Möglichkeit spart neben den Kosten auch benötigte, weitere Hardware, sogenannte Ressourcen, ein. Linux enthält zudem einige Programme, die gerade auch für die Netzwerkunktionen notwendig sind. So wird dem Anwender erspart, dass vor der Nutzung der Funktionen erst mal Programme heruntergeladen werden müssen. So ist nach der Installation ein Betriebssystem mit entsprechenden Programmen vorhanden, ohne zusätzlichen großen Installationsaufwand. Zudem ist Linux plattformunabhängig. Dies bedeutet, dass das Betriebssystem sich nicht auf bestimmte Prozessoren beschränkt, sondern auf so gut wie allen Systemen eingesetzt werden kann. Linux weist zudem eine hohe Stabilität auf. Abstürze sind nur sehr selten. Auch bietet Linux Entwicklern die Möglichkeit, am Quellcode mitzuwirken. Linux legt den Quellcode offen, macht hieraus keine Geheimnisse und bietet so Entwicklern auf der ganzen Welt die Möglichkeit, aktiv mitzuwirken. Dies führt auch dazu, dass Linux von jedem Anwender selbst angepasst werden kann, sofern das benötigte Wissen für die Entwicklung vorhanden ist. Linux ist ein freies Betriebssystem. Doch sollte dabei berücksichtigt werden, dass das Betriebssystem nicht für jede Anwendergruppe geeignet ist. Für Anwender mit dem Schwerpunkt Gaming, ist Linux nicht ideal, da die meisten Spiele für Linux nicht ausgelegt sind, was dazu führt, dass bei der Installation oder Ausführung Fehler auftreten können.

Bildquelle: Rainer Grothues

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